Gegen das Halbe Wissen !!
Vom 19. Dezember 2011. Autor Björn Malte LangneffDarüber wird in den Medien nicht berichtet“ ist zur Zeit ein -zumindest im Internet- häufig gehörter und gelesener Satz. Sowohl Islamfürchter wie Sarazin und Broder führen ihn im Munde (oder besser in der Tastatur) als auch die „Truther“, Esoteriker und andere Weltverschwörungstheoretiker. Nach meiner Meinung haben die einen Unrecht, denn es wird im Gegenteil sehr viel über sie geschrieben, und die anderen schaffen sich genug Platz im Netz als das sie in den „Medien“ noch mehr drankommen sollten. Auch ist es natürlich wichtig-und es wird immer wichtiger- wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden.
Dieses Vorweg genommen ist es wichtig zu sehen das es immer noch Themen gibt die in der Informationsflut untergehen und/oder nicht war genommen werden. Um diese Themen kümmert sich seit 1997 die Initiative Nachrichtenaufklärung. Sie lässt auf Anregung von Studenten eine Jury jedes Jahr eine Top Ten- Liste erstellen in der sie auf die unterschätzten Themen des Jahres hinweist.
FREE, FREE, FREE APO ÖCALAN ????!!!!Kafka war immer dabei: Erlebnisse eines Türkei-Reisenden auf dem Weg zur Gefängnis-Insel Imr
Verfasst von Richard Herding am 5. November 2011.[Die letzte Silbe in „Imraly“, türkisch „i“ ohne Punkt, wird wie das unbetonte „e“ in „unten“ ausgesprochen]
Alice Ströver: ein Leuchtturm der Medien- und Kulturpolitik bis heute!
Vom 27. Oktober 2011. Autor Richard Herding27. Oktober 2011: das Berliner Abgeordnetenhaus sieht zum ersten Mal die Piraten als neugewählte Fraktion. Mediendemokratie als Haupt-Ziel einer Partei, das gab es noch nie. Fehlen wird ALICE STRÖVER, lange Jahre bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zuständig für Kultur und Medien. Das Fernseh-Archiv im Museum für Film und Fernsehen geht nicht zuletzt auf ihre Initiative zurück.
Der Mann mit dem Fagott. Starke Männer gab's in Hollywood
Vom 29. September 2011. Autor Sabine KleczewskiBesprechungen von Fernsehfilmen sind nicht generell unsere Sache. Bei diesem Beispiel fanden wir aber das es interessant ist, da hier deutsch/östereichische/russische Geschichte aus einem interessantem Blickwinkel gezeigt wird. Udo Jürgens -sicher kein „Querulant“- aber ein ungwöhnliches Einzelschicksal das quer zu den üblichen Einordnungen steht. (Die Red.)
„Nur der Teddy hat sein Teil oder; weh dem Schriftsteller, der sie nicht nahrhaft füttert.“
Vom 11. September 2011. Autor Björn Langneff. Dieser Artikel ist im Archiv zu findenAufmerksamen Freunden und Lesern dieser Seiten und Freunden des „Informationsdienst: für kritische Medienpraxis“ wird er schon einmal aufgefallen sein: Der Doppelpunkt inmitten des Namens. Werbegag? Falle für schlafende Leser? Die Antwort ist sehr viel einfacher und einleuchtender.
„…, das wird man doch mal sagen dürfen!“ oder „linker Meinungsterror“: Rechtspopulistische Kommentare in Onlinemedien
Vom 11. Februar 2011. Autor Björn Langneff
LeserInnen-Kommentare zu Artikeln werden selten in den Medien beachtet. Und wenn sie beachtet werden, dann nur soweit es sich um Leserbriefe in den klassischen Printmedien handelt. Inzwischen gibt es aber auch eine reichhaltige Kultur von Kommentaren in Online-Medien. Diese wollen wir uns anschauen, an Hand eines negativen Beispiels.
CHOTJEWITZ GESTORBEN. GRENZGÄNGER, KEIN ANGEBER
Verfasst von Richard Herding am 15. Dezember 2010.PETER O. CHOTJEWITZ IST AM 15. DEZEMBER 2010 GESTORBEN
ID-UNTERSTÜTZER SEIT DEN 1970ER JAHREN. ER WUSSTE, WAS EINE "GROßE REVOLTE" IST.
NÄMLICH ? ( FRAGEZEICHEN)
EIN BROT MIT MAX WATTS
Verfasst von Richard Herding am 29. November 2010.Am 23.11.2010 ist Max Watts gestorben. Wir sind sehr traurig.
* * * * *
Über das Gespenst der Migration: die Papierlosen auf dem Arbeitsmarkt
Vom 8. September 2010. Autor Markus Schlotterbeck
Die Aufrüstung der Grenzsicherung und die restriktive Ausländerpolitik der letzten Jahre haben die transnationale Migration in Europa nicht einzudämmen vermocht. Niemand weiß, wie viele Menschen ohne Papiere sich gegenwärtig in der EU aufhalten und von einer irregulären Arbeit leben.
Das Ausmaß, das migrantische Arbeit auf europäischen Baustellen, Plantagen, in Gaststätten und Kinderzimmern erreicht hat, erfordert einen Perspektivenwechsel auf die Migrations- und Asylpolitik. Die Flüchtlingsproblematik erschöpft sich nicht im Versuch von Politik und Justiz, zwischen Wirtschafts- und politischen Flüchtlingen zu unterscheiden.
Die Mehrheit der Medien behandelt das Thema illegale Migration aber nach wie vor unter dem Gesichtspunkt Asyl. Eine Abkehr von dieser einseitigen Fokussierung ist nötig, denn die Migrations-Abwehr bringt eine Entrechtung von MigrantInnen mit sich, der wir uns vor dem Hintergrund der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt nähern müssen. Was europäischen Staatsbürgern als bedrohliche Utopie erscheint, prägt den Alltag „illegaler“ MigrantInnen: ein völlig deregulierter Arbeitsmarkt, auf dem Arbeitskräfte mobil und flexibel zu sein haben; ohne politische Artikulation, jederzeit künd- und ersetzbar.
Doch „illegale“ MigrantInnen sind nicht schlicht die Opfer einer Politik der Entrechtung. Ihre Position in der Gesellschaft weist nicht nur hin auf ihre Ausbeutung, sondern auch auf eine Autonomie. Jenseits der politischen Bühne finden MigrantInnen neue Wege der Vernetzung, mittels derer sie ihren Ausschluss zu unterlaufen verstehen.
Wie werden die Papierlosen die kulturelle und politische Landschaft Europas verändern?
Fuck The Army: Das Archiv Soldatenrechte in Berlin
Vom 26. August 2010. Autor Markus Schlotterbecvk
Im November 2008 stellte der US-Deserteur Andre Shepherd vor seiner Verlegung in den Irak einen Asylantrag in Deutschland. Ein Ereignis von soldatischem Widerstand, das Aufmerksamkeit erregte. Die Fälle von Desertionen und Befehlsverweigerungen zu dokumentieren, über die sonst zu wenig berichtet würde – für dieses Ziel hat sich vor zwanzig Jahren der Verein „Archiv Soldatenrechte“ in Berlin-Kreuzberg gegründet.
In der Görlitzer Straße werden die weltweit wohl einzigartigen Zeugnisse von Resistance Inside The Army (RITA) bewahrt: Bücher, Magazine, Flugblätter und Poster über den Widerstand in Vietnam und anderen Kriegen. Seit dem Tod des Archivars Dieter Brünn im April 2010 besteht über den weiteren Verbleib der Sammlung Unklarheit.